Ein Salesianer, der mittlerweile verstorben ist und den ich sehr geschätzt habe, hat in meiner Studienzeit oft den Satz wiederholt: „Spaß und Freude sind nicht das gleiche“. Er meinte damit, dass Spaß kurzweilig sei, Freude hingegen aus dem Herzen komme und auf Dauer anhalte. Er war nicht gegen ein herzhaftes Lachen, hat aber die Freude als Herzenshaltung viel höher bewertet.
Für mich gibt es drei wichtige Quellen der Freude. Eine ist die Dankbarkeit. Jeden Abend sammle ich in Gedanken, wofür ich dankbar sein kann und meistens kommen ziemlich viele Punkte zusammen. Und wenn es an einem Tag weniger Dankbarkeitsmomente gibt, dann erinnere ich mich an die der vorangegangenen Tage.
Eine weitere Quelle ist das Gebet. Es gibt Ereignisse und Situationen, die niederdrücken wie eine schwere Last. Damit es nicht zur Dauerlast wird, hilft mir die symbolische Übergabe der persönlichen Lasten an Gott. Im Gebet rede ich mit Gott wie mit einem guten Freund und übergebe ihm meine Lasten und es wird dann spürbar leichter.
Eine dritte Quelle der Freude ist für mich das Mitfreuen an den Erfolgen anderer. Erfolgsgeschichten zu hören ist sehr aufbauend. Es müssen gar nicht unbedingt die eigenen sein. Ebenso schön ist es, sich mitzufreuen an den kleinen und größeren Erfolgen von Menschen aus dem Umfeld. Das, was mich wirklich trägt, ist die Freude, auch wenn ich nichts gegen ein Späßchen zwischendurch habe.
(erschienen im Don Bosco Kalender 2025)